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Deutsch Prüfung – ABI 08

Der entscheidende Tag begann um 6:10 Uhr. Ja ich durfte 10 Minuten länger schlafen. Der Morgen lief wie immer ab. Was will man auch erwarten. Um 8:30Uhr sollten alles spätestens in der Schule sein. Ich war 8 Uhr da und musste auf Klo. Dringend. Die Bahnfahrt war der Horror, sag ich euch. Nun ja angekommen sah ich erstmal das mein Stammklo einen „Rohrbruch“ hatte. „Scheiße“, dachte ich mir, „gerade heute“. Naja ich ging ein Stockwerk tiefer.

Als ich endlich leichter war watschelte ich wieder die Treppen hinauf zu meinem Klassenraum. Dort hieß es erstmal den kompletten Raum umräumen. Alle Tische schräg und die Banknachbarn mussten sich versetzt hinsetzen. Jackpot. Das soll vorm Abschreiben schützen, jedoch fördert es, da man nun nicht einmal den Hals verrenken muss. Nun reichte es die Augen leicht zu drehen. Aber ich betrüge ja nicht. Ich merkte schnell, dass ich die Arschkarte gezogen hatte. Ich saß in der Sonne. Der einzige Platz in der Sonne. Die Rollos runterlassen kam für meine Deutschlehrerin nicht in Frage. Zu dunkel sei es für die anderen. Hmm. Die ersten paar Minuten hatte mir die Sonne gefallen. Ich merkte, ja es wird Sommer. Langsam wurde es jedoch heiß. Meine Milchschnitte, die ich auf dem Tisch ausbreitete, begann an zu schmelzen. 8:50Uhr. Die Lehrerin versuchte den Ablauf zu erklären.

Die Klasse war noch nie so laut. Alle schienen durch zu drehen. Aber na ja auch ok. Um 9:00 Uhr ging es dann los. Die Arbeiten wurden ausgeteilt und ich wusste: „Kacke!“ Galilei. Die meisten hatten sich auf Werther vorbereitet. Haha. Ich hatte mich auf Kurzgeschichten fokussiert und begann eifrig zu markieren. Nach einer Weile rettete ich meine Milchschnitte. Sie war schon ganz weich und eklig. Immer rein damit, dachte ich mir. Nach einer Stunde und dem ersten Lehrerwechsel fragte ich dann, ob er denn bitte die Rollos heruntermachen kann. Ja. Er konnte. Und dann passierte es. Ich musste ein Taschentuch benutzen und meine Stirn vom Schweiß zu befreien. So verging die Zeit.

Alle 15 Minuten musste ich in Deckung gehen, weil ein Junge mit langen Armen ausholte um sich zu strecken. Paranoid hielt ich bis zum Ende durch. Immer mit den Gedanken, er könnte sich strecken. Um 12Uhr ging es dann los. Die Kirchenglocken begannen an, zu läuten. 5 Minuten. Parallel schaffte es eine Polizei Sirene die Glocken zu übertönen. Die Kurzgeschichte hieß überrings: „Imageprobleme eines Berufsstands“ von Martin Suter. Die Geschichte war kacke. Und doch schaffte ich es irgendwie 859 Wörter zusammen zu schreiben. Erleichtert verlies ich dann den Klassenraum um 12:45Uhr.

Den Prüfungsticker findet hier auf School-Life.de/abi/

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