Toni – Mal schick
Donnerstag, 21. August 2008Als ich hörte das am morgigen Tag neue Kunden kommen und ich mein Buisness Outfit anziehen muss, bekam ich ein Schauer übern Rücken.
Es war also soweit. Ich hasste mein Buisness Outfit. Es besteht aus einem weißen Hemd, einer dunkelgrauen Stoffhose mit Bügelfalte und schwarzen Lackschuhen.
Kurz wie ein Depp sah ich aus. Wie ein riesiges Kind das Jungendweihe (Konformation) feiert.
Damit wollte ich nicht in die S-Bahn durch Berlin fahren. Das ist doch peinlich; – dachte ich. Mein Plan war es alles einzupacken und mich dann dort vor Ort auf Arbeit umzuziehen.
Aber das Hemd zerknüllt im Rucksack zu stopfen ist nicht so intelligent. Deswegen scheiterte mein Plan. Am Ende fuhr ich einfach so in voller Montur hin. In Mitte fiel ich eh nicht soo auf. Nur in Marzahn musste ich aufpasen nicht überfallen zu werden. ^^
Meine Farbwahl war nicht so optimal. Dezentere Farben hätte mir gut getan. Kein Weiß. Auf dem Weg zur S-Bahn merkte ich wie bequem diese Hosen sind. Wie eine Jogginghose in der Öffentlichkeit.
Einfach geil. Frei und luftig. Die Schuhe dagegen waren Mord. Im Treppenhaus hörte es sich an wie ein Frau mit hohen Absätzen. Schnell laufen geht mit den Schuhe auch nicht. Man ist gezwungen so langsam und cool zu laufen.
13 Uhr. Es war soweit. Die neuen Kunden kamen. Es klingelte. Ich zupfte an mein Hemd und öffnete die Tür. Begrüßen und den Wegweisen. Nachfragen, ob die Herrschaften etwas trinken wollen. Ja, ein Wasser.
Ok ich hol die Flasche, mache sie auf und … Ohh es sprudelt über. Wasser aufm Tisch. Cooler Spruch zum Ablenken muss jetzt her. „Ohh da hatte jemand Druck.“ Mhm zweideutig, kommt immer an. Aufwischen und cool die Tür schließen. Das wars. 30 Minuten später. Sie gingen wieder. Ohne Tschüß zu sagen. Hmm.
Das waren 2 Minuten, für die ich mich schick machte.
