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Wurzelbehandlung – Die Folgen

Mittlerweile sind ja einige Monate verstrichen seit der Wurzelbehandlung. Wer nicht weiß worum es ging, ich fasse es gerne zusammen: Ein Kaugummi vernichtete meine einzige Plombe. Mein seniler Zahnarzt füllte den Zahn wieder. Zu voll. Zahn platze wie ne zu heiße Wurst. Krone musste her. Schöne Keramikkrone, kein Blinkblink. Blöd nur… es entzündete sich. Beim Notarzt, an einem Wochenende wurde die Eiterbombe geöffnet, die Krone runter gerissen und eine Wurzelbehandlung angefangen. Mehr Details immer noch hier.

Endlich geht es los!

So nun aber zur Sache. Die Behandlung wurde von meinen Zahnarzt also weitergeführt. Er behandelte also die Zahnwurzel und spritze eine komische Flüssigkeit in den Zahn. Heute weiß ich, dass eine Wurzelhandlung nichts anderes als eine Art Sterbehilfe für Zähne ist. Man schläfert ihn quasi für immer ein. Als ich das erfuhr, hätte ich alle schlagen können. Alle! Nun ja. Der Zahn ruhte. Zwei Monate wirkte das Medikament.


Letzte Woche war es soweit. Der zweite Versuch. Diesmal wurde mir die Krone ohne Betäubung eingesetzt. Der Zahn war ja nun tot! Da die nette Frau beim Notarzt mir die Krone entriss, war in der Krone noch Spuren von Zahn. Dass es Zahn ist, meinte aber nur mein Arzt. Der kratzte fluchend die Überreste aus der Krone. Dabei redete er davon, dass Zahn einer der härtesten organischen Stoffe ist. Wenn das Zahn war, wieso brauchte ich dann eine Krone? Das war sein eigener Zahnzement. Aber Wurscht. Danach fluchte er Frauen. Frauen dürften keine Zahnärzte werden, weil es ein Handwerksberuf ist und sie kein Gefühl haben. Die Zahnarzthelferin daneben lachte und gab ihm Recht. Dummes Stück. Er fragte wie meine Prüfungen waren. Ich meinte, ja fertig; hab bestanden. Er brüllte: „Guuuut, siehste da sieht man mal wieder, dass hier doch einer Erfolg haben kann. Jetzt haste also dein Abi!!!!“ Ich wollte ihn eigentlich verbessern, dass es ja nur mein Fachabi ist. Also ein Abi von Minderqualität. Als er dann aber schwärmte, wann er sein Abi in der Tasche hatte (1967) und das es nun ein neuer Lebensabschnitt für mich ist, wollte ich ihn nicht unterbrechen. Es gefiel mir was er sagte. Ja er schmeichelte mir, denn meine Türen stehen nun offen(!) So vergingen 15 Minuten.
Danach war alles wieder toll. Aber das Zahnfleisch tat weh. Es ist normal, sagte man mir. Der Körper muss sich wieder daran gewöhnen. Jaaa jaaa. Nach zwei Tagen tat es immer noch weh. Ich ging also wieder hin, zur Nachuntersuchung. Er fragte: „Und ist alles in Ordnung?“ – „Ja eigentlich schon.“, erwiderte ich. „Aber mein Zahnfleisch tut immer noch weh und wenn ich dolle zu beiße, ist da ein Druck; der schmerzt!“ „Hmm“, meinte er. „Na dann mach mal den Mund auf. Ohh. Ja. Das Zahnfleisch ist entzündet. Das kann ja mal vorkommen.“ Er stocherte dabei im Zahnfleisch rum. Mit dem spitzen Ding in der Hand kratzte er am Fleisch entlang, während er bemerkte, dass es entzündet war. Hmm. Er schrieb mir ein freiverkäufliches Medikament auf, dass erstmal 6 € kostete. Zusätzlich solle ich mit Kamillentee spülen. Hmm. Er spritze mir noch ein Gel zwischen den Zähnen und ich durfte gehen.

Nachtrag:
Nun ist überings alles wieder ok. Keine Schmerzen, nichts. Die Salbe hilft tatsächlich. Tipp von mir, benutzt Kamistad. ;)

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2 Antworten zu “Wurzelbehandlung – Die Folgen”

  1. Manager sagt:

    Musste ich selbst schon durchmachen, ziemlich schmerzhafte Erfahrung.
    Was mich eher interessieren würde, wie kann man einer Wurzelbehandlung
    wirklich vorbeugen? Zähne putzen hilft wohl nichts, und der Zahnarzt meinte
    zudem das es irgendwas mit dem Energiefluss zu tun hat. Naja war wohl eher
    etwas heilmedizinisch veranlagt oder was meint ihr?

  2. BerSK sagt:

    Mhm ich weiß nicht wie man vorbeugen kann. Meine restlichen Zähne sind auch kerngesund, also kann ich mir den ausrutscher auch nicht wirklich erklären. Alles was man nicht erklären kann ist Pfusch! ^^

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