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S-Bahn Chaos

Es war morgens 6 Uhr, ich stand auf. Gut gelaunt und mit Spannung erwartete ich den Tag. 6:20 Uhr ging ich außer Haus um mit der S-Bahn zu fahren. Die Bahn steht noch da. „Cool“, dachte ich. Ich setzte mich rein und war überrascht, dass keiner drin saß. Als ich dann wartete und verwundert da saß, kam eine Lautsprecherdurchsage. Die S-Bahn streikt bis voraussichtlich 9 Uhr. Klasse und wie komm ich zur Schule am anderen Ende Berlins?

Hurtig Hurtig

Schnell rannte ich zur Bushaltestelle. Die war schonmal extrem voll. Ich schummelte mich nach vorne und konnte als einer der ersten einsteigen. Jawohl ich bin immer so ein Arschloch und drängel vor. Im Bus hab ich mir ein Platz geschnappt und fuhr eine halbe Stunde. Wohin? Naja ich hoffte einen U-Bahnhof unterwegs zu erwischen. Glück; nach zirka 30 Minuten kam ich an einer Haltestelle vorbei. Mit mir stieg der gesamte Bus aus. Aber auch hier drängelte ich mich zügig an den gernervten Menschen vorbei. Mit der U-Bahn wollte ich in die Stadtmitte und von dort nocheinmal weiter in den Norden der Stadt. In der ersten U-Bahn dachte ich noch: „Oh wie geil ich habe ein bequemen Stehplatz.“ Bis ich an den nächsten drei Stationen hielt. Die Massen strömten hinein. Ich konnte mich noch geradeso an der Stange festhalten. In der Zeit füllte sich die Bahn, bis keiner mehr Platz hatte um sich zu kratzen. Jop ich hab ausprobiert und einen Hintern berührt. Ich weiß nicht wessen. Irgendwann konnten die armen Menschen nicht ein mehr einsteigen. Dann standen sie da und konnte nicht rein. Ich lies mir das alles noch gefallen. Aber als ein korpulenter Mann, um nicht zu sagen, ein extrem fetter Mann mit rieseigen Rucksack in die Bahn kam, war schluss mit lustig. Der Mann war vollgeschwitzt von oben bis unten und unterhielt sich lautstark mit einen anderen Assozialen über die blöde Bahn. Und allmählich begann er Papa für alles zu spielen. Er fragte jede Station die Leute, ob jemand aussteigen möchte. „NEIN!, verdammt NEIN!“, dachte ich. Ich hätte den Mann mit der übertriebenen ADHS aus der Bahn geworfen. Endlich Alexanderplatz stieg ich in die leerere Bahn um und fuhr tuckernd nach Wittenau, wo ich 10 Minuten zu spät zum Unterricht kam.

Spannend, oder? Egal, das wollte ich nur mal loswerden. 6:20Uhr bis 8:10Uhr; ich war klatsch naß, bevor der Tag angefangen hatte.

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